Ottilie Stainer

Namen und Abkürzungen
Hosp, Ottilie von (Geburtsname)
Stainer, Otti
Geburtsjahr
28.08.1880
Todesjahr
18.01.1953
Berufe und Tätigkeiten
Vereinsfunktionärin, Funktionärin der ÖFP

Funktionen und Mitgliedschaften

Biografie

Aus einer Offiziersfamilie stammend, heiratete Ottilie Stainer ebenfalls einen Militärangehörigen. Karitative und soziale Arbeit waren in diesem Umfeld für Frauen übliche Tätigkeiten. Ottilie Stainer war für das Rote Kreuz an den jeweiligen Einsatzorten ihres Mannes tätig und wurde, nachdem sie ab 1916 in Innsbruck lebte, Präsidentin des Frauenhilfsvereins vom Roten Kreuz in Tirol. Durch diese Tätigkeit hatte sie unter anderem auch Kontakte zur Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit. Gemeinsam mit Virginia Brunner war sie in der Vereinigung arbeitender Frauen in Innsbruck federführend aktiv. 1931 kandidierte sie für die Österreichische Frauenpartei bei den Gemeinderatswahlen in Innsbruck. Die Frauenpartei kam nicht in den Gemeinderat.

Köfler: Ottilie Stainer (1880-1953). - In: Frauen in Tirol, 18-22

Lydia Jammernegg

Lexikon

biografiA

Stainer Ottilie, geb. von Hosp; Parteigründerin
Geb. Wien, 28. 8. 1880
Gest. Innsbruck, Tirol, 21. 1. 1953
Herkunft, Verwandtschaften: O. St. stammte aus einer altösterreichischen Offiziersfamilie. Ihr Vater Karl von Hosp war Feldmarschall-Leutnant und Sektionschef im Kriegsministerium.
LebenpartnerInnen, Kinder: 1899 heiratete sie den Kaiserjägeroberleutnant – später Oberst – Helmut Stainer.
Ausbildungen: O. St. besuchte ein Mädchenlyzeum in Wien. Nach der Matura erhält sie ihre Ausbildung im Ausland und besucht Kurse, die sie zu einer Führungsfunktion innerhalb des Frauenhilfsvereins befähigen sollen.
Laufbahn: O. St. engagierte sich im Patriotischen Frauenhilfsvereins (später: Frauenhilfsverein vom Roten Kreuz) und leistete ehrenamtliche Sozialarbeit. Aufgabe des Patriotischen Frauenhilfsvereins war die Ausbildung von KrankenpflegerInnen sowie die Bereitstellung von Lazarett- und Krankenhausbedarf. O. St. war für das Rote Kreuz an den jeweiligen Einsatzorten ihres Mannes tätig und wurde, nachdem sie ab 1916 in Innsbruck lebte, Präsidentin des Frauenhilfsvereins vom Roten Kreuz in Tirol. Durch diese Tätigkeit hatte sie unter anderem auch Kontakte zur Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit. Gemeinsam mit Virginia Brunner war sie in der Vereinigung arbeitender Frauen in Innsbruck federführend aktiv. O. St. war neben Marianne Hainisch Mitbegründerin der Frauenpartei, welche 1931 erst- und letztmalig bei den Innsbrucker Gemeinderatswahlen kandidierte. Diese überregionale Partei bestand aus 20 Kandidatinnen und erhielt bei den Gemeinderatswahlen 726 Stimmen, was jedoch nicht zum Einzug in den Gemeinderat reichte.

Quellen und Sekundärliteratur

Tiroler Frauen kandidieren selbständig - In: Das Wort der Frau / Chefred.: Helene Granitsch; verantw. Red.: Julie Lachner , Nr. 9 , 3. Mai 1931 , 1
Online Zugriff / ÖNB 587848-D.Neu-Per