Gisa Kaminer

Namen und Abkürzungen
Kaminer, Gisela
Geburtsjahr
1883
Todesjahr
1941
Berufe und Tätigkeiten
Ärztin, Biochemikerin, Vereinsfunktionärin

Funktionen und Mitgliedschaften

Biografie

Gisa Kaminer ist promovierte Ärztin und beginnt 1908 bei Ernst Freund, Vorstand des Pathologisch-chemischen Instituts der Krankenanstalt Rudolfstiftung, als "ärztlicher Adjunkt" mit Forschungen auf dem Gebiet der Onkologie. 1925 publizieren sie gemeinsam die Arbeit "Biochemische Grundlagen der Disposition für Karzinom", viele weitere gemeinsame Arbeiten folgen. 1927 wird ihr als erster Frau in Österreich der Titel einer Primarärztin verliehen. Als beide 1938 nach der Besetzung Österreichs durch die Nationalsozialisten nicht mehr arbeiten können, gelingt ihnen die Flucht nach London, wo der hochbetagte Ernst Freund und sie im Rahmen der Pearson-Stiftung weiterforschen. Gisa Kaminer stirbt jedoch bereits 1941.

Gisa Kaminer engagiert sich neben ihrer intensiven wissenschaftlichen Arbeit auch in der Frauenbewegung: sie ist ab 1922 im Ausschuss des Verbandes der Akademikerinnen Österreichs und in den 1930er Jahren Vorstandsmitglied im Bund österreichischer Frauenvereine.

Lexikon der Frau

Helga Hofmann-Weinberger

Publikationen

Kaminer, Gisa: Professor Dr. Maria Rhoda Erdmann, zu ihrem 60. Geburtstag - In: Die Österreicherin / hrsg. vom Bund österreichischer Frauenvereine. Für die Schriftleitung verantw.: Eugenie Palitschek; ab 1932,8: Marianne Hönig; ab 1932,9: Ernestine Fürth , Nr. 1 , 1931 , 6-7
Online Zugriff / ÖNB 609120-C.Neu-Per
Kaminer, Gisa: Wege der modernen Krebsforschung - In: Dreißig Jahre Frauenstudium in Österreich : 1897-1927 ; Festschrift - Wien: Kaltschmid, 1927 , 72-77
Online Zugriff / ÖNB 566075-B.Neu
Kaminer, Gisa: Die Biochemie des Karzinoms / - Wien: , 1926
ÖNB 545502-B.1925/26.Neu

Quellen und Sekundärliteratur