Helene Funke

Geburtsjahr
3.09.1869, Chemnitz
Todesjahr
31.07.1957, Wien
Berufe und Tätigkeiten
Malerin, Graphikerin

Funktionen und Mitgliedschaften

Biografie

Helene Funke ist in Chemnitz geboren. Ihr Vater ist Industrieller, ihre Mutter stammt aus flämisch-französischem Adel. Sie studiert an der Damen-Akademie des Münchner Künstlerinnen-Vereins, geht dann nach Paris, wo sie sich zwischen 1905 und 1913 aufhält und zahlreiche Reisen unternimmt. Kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs lässt sie sich dauerhaft in Wien nieder.

Die von der französischen Malerei und dem Fauvismus beeinflusste Malerin stellt im Rahmen der Ausstellungen der Vereinigung bildendere Künstlerinnen Österreichs aus. Mit ihren Frauenporträts und Landschaften erhält sie in Wien Anerkennung, auch weil sie schon auf eine internationale Ausstellungstätigkeit vorweisen kann. 1928 erhält sie den österreichischen Staatspreis für ihr Bild "Tobias und der Engel". Helene Funke gerät nach 1938 in Vergessenheit. 1955 wird ihr der Professorinnentitel verliehen. Sie stirbt 1957 zurückgezogen und verarmt in ihrer Wiener Wohnung. In den letzten Jahrzehnten wird sie als Wegbereiterin der Moderne zunehmend geschätzt. 2007 veranstaltet das Lentos in Linz eine Personalausstellung.

Ausstellung der Malerin Helene Funke in der Galerie Welz
Plakolm-Forsthuber: Künstlerinnen in Österreich 1897-1928

Helga Hofmann-Weinberger

Quellen und Sekundärliteratur

Links