Mathilde Lippitt

Namen und Abkürzungen
Aichholz, Mathilde Maria Floriana von (Geburtsname)
Lippitt, Mathilde Maria Floriana
Geburtsdaten
13.10.1826, Wien
Sterbedaten
3.07.1905, Pernegg (Steiermark)
Berufe und Tätigkeiten
Vereinsfunktionärin

Funktionen und Mitgliedschaften

Frauenerwerbverein, Wien: Kassierin, Vizepräsidentin, Ehrenmitglied, Mitbegründerin

Biografie

Mathilde Lippitt ist die Tochter des Großindustriellen und Direktors der österreichischen Nationalbank Josef Maria von Miller zu Aichholz. Sie heiratet 1855 den Botschafts-Attaché der USA George Warren Lippitt.

Mathilde Lippitt ist an Frauenfragen stark interessiert und schließt sich aktiv dem Wiener Frauenerwerbverein an, in welchem sie verschiedene Funktionen innehat, u.a. ist sie zwischen 1871 und 1884 Vizepräsidentin und später Ehrenmitglied. Lippitt engagiert sich, wie andere Frauen des Vereins, auch für die Frauenausstellung im Rahmen der Wiener Weltausstellung und gehört dem Damenkomitee an, das den Grillparzer-Preis spendet.

verwendete Literatur und Quellen:

Österreichisches biographisches Lexikon

verfasst von: Helga Hofmann-Weinberger

Lexikoneinträge

Österreichisches biographisches Lexikon

Lippitt Mathilde Maria Floriana, Sozialarbeiterin. * Wien, 13. 10. 1826; + Pernegg (Stmk.), 3. 7. 1905. Tochter des Dir. der österr. Nationalbank J. Miller v. Aichholz; heiratete 1855 in Wien den Attaché der Gesandtschaft der USA George Warren L., der sich bald ins Privatleben zuückzog. L. nahm an frauenrechtlichen Fragen und an der Frage der Mädchenbildung lebhaften Anteil. Ihr Tätigkeitsbereich wurde schließlich der Wr. Frauen-Erwerb-Ver., in dem sie die erste höhere Schule für Mädchen in Österr. (später "Lyzeum", die erste anerkannte Mädchen-Mittelschule Österr.) gründen half und die Gleichberechtigung für die Frauen forderte. Eine der Hauptaufgaben war es auch, Frauen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten durch den Ver. neue Erwerbswege suchen und finden zu lassen. L. selbst arbeitete an führender Stelle im neugegründeten Wr. Frauen-Erwerb-Ver. mit: 1867-75 war sie Ver.-Hauptkassierin, 1871-84 Vizepräs. Ehrenmitgl. des Wr. Frauen-Erwerb-Ver.

biografiA

Lippitt Mathilde Maria Floriana, geb. Miller von Aichholz; Sozialarbeiterin
Geb. Wien, 13. 10. 1826
Gest. Pernegg, Stmk., 3. 7. 1905
Herkunft, Verwandtschaften: Vater: Josef Miller v. Aichholz (1797–1871), Großindustrieller und Direktor der österreichischen Nationalbank.
LebenspartnerInnen, Kinder: 1855 Heirat mit George Warren Lippitt, Attaché der Gesandtschaft der USA.
Laufbahn: M. L. interessierte sich für frauenrechtliche Fragen und die Frage der Mädchenbildung. Sie half im Rahmen des Wiener Frauen-Erwerb-Vereins bei der Gründung der ersten Mädchenmittelschule (später „Lyzeum“) mit. Eine der Hauptaufgaben des Vereins war es, Frauen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten neue Erwerbsmöglichkeiten zu erschließen. M. L. arbeitete an führender Stelle im neugegründeten Verein mit, 1867–75 war sie Vereins-Hauptkassierin, 1871–84 Vizepräsidentin und später Ehrenmitglied des Vereins. 1881 kaufte sie den Herrschaftsbesitz Pernegg in der Steiermark. Seitdem befindet sich das Schloss im Besitz der Familie Pongratz-Lippitt.

Quellen und Sekundärliteratur

Barth-Scalmani, Gunda , Friedrich, Margaret: Frauen auf der Wiener Weltausstellung von 1873 : ein Blick auf die Bühne und hinter die Kulissen - In: Bürgerliche Frauenkultur im 19. Jahrhundert - Wien [u.a.]: Böhlau, 1995, 175-232
ÖNB 1448359-B.Neu-Per.2