Jüdischer Frauenbund Österreich

Namen und Abkürzungen
Bund jüdischer Frauen
Gründung
1919
Auflösung
?
Sitz
Wien 3, Große Mohrengasse 10

FunktionärInnen und Mitglieder

Gründerin

Historischer Überblick

Die Bestrebungen, nach dem Vorbild in Deutschland eine Dachorganisation und österreichweite Organisationsstruktur jüdischer Frauen aufzubauen, waren in Österreich wenig erfolgreich. Ein zunehmender Antisemitismus und Nationalismus nach dem Zusammenbruch der Habsburger Monarchie, beendete die Zusammenarbeit von jüdischen mit nicht-jüdischen Frauen innerhalb der Frauenbewegung und begünstigte die Ausbildung einer konfessionellen jüdischen Frauenbewegung. Mehrere jüdischer Frauenbünde wurden in Österreich gegründet.

Der Jüdische Frauenbund Österreichs wurde von Anitta Müller-Cohen mitbegründet und sie führte den Vorsitz. Trotz ihrer großen Bekanntheit konnte nur eine begrenzte Zahl an Frauen für die Mitarbeit gewonnen werden. Die wenigen Hinweise auf Aktivitäten des Vereins stehen in Zusammenhang mit ihrer Person. Die Ausrichtung des Vereins war laut Dieter Hecht jüdischnational-zionistisch.

Hecht: Zwischen Feminismus und Zionismus, 150-155

Lydia Jammernegg

Quellen und Sekundärliteratur