Erna Patak

Namen und Abkürzungen
Eisenmann, Erna (Geburtsname)
Geburtsjahr
1871
Todesjahr
1955
Berufe und Tätigkeiten
Vereinsfunktionärin, Funktionärin der Jüdischnationalen Partei

Funktionen und Mitgliedschaften

Lexikon

biografiA

Patak Erna, geb. Eisenmann; Vereinsfunktionärin und Sozialarbeiterin
Geb. 1871
Gest. 1955
Herkunft, Verwandtschaften: Die Eltern hatten in Wien eine Erzeugung von Papiersäcken.
LebenspartnerInnen, Kinder: Verheiratet mit dem Tabakfabrikanten Sigmund Patak, von dem sie sich später scheiden ließ.
Laufbahn: E. P. besaß ein Erholungsheim in Wien, war eine der Gründerinnen der WIZO und ihre erste Präsidentin. Sie gründete zionistische Mädchenvereine, ein Hachscharah Zentrum und arbeitete nach dem Ersten Weltkrieg zusammen mit Anitta Müller-Cohen in der Flüchtlingsfürsorge, 1919 war sie Kandidatin der Jüdischen Nationalpartei für die Wahlen zum österreichischen Nationalrat. E. P. emigrierte während der NS-Zeit nicht, weil sie ihre alte Mutter nicht alleine lassen wollte, und wurde nach Theresienstadt deportiert. Nach ihrer Befreiung kehrte sie nach Wien zurück, 1949 ging sie kurzzeitig nach England und wanderte dann nach Israel ein.
Mitglsch.: Aktives Mitglied zahlreicher sozialer und zionistischer Organisationen, darunter von Keren Kajemet und Keren Hajessod, Mitglied des zionistischen Landesverbandes. der Fürsorgekommission der IKG, ehrenamtliche Mitarbeiterin des Palästinaamts. 1951 wurde nach ihr ein Fonds des Wiener zionistischen Mädchenverbandes Moriah für arme einwandernde Pioniere gegründet.

Quellen und Sekundärliteratur