Helene Krauß

Namen und Abkürzungen
Krauss, Helene
Krauss, Helene Freiin
Krauss, Helene von
Geburtsjahr
16.03.1870, Wien
Todesjahr
16.07.1950, Millstatt
Berufe und Tätigkeiten
Malerin, Vereinsfunktionärin

Funktionen und Mitgliedschaften

Vereinigung bildender Künstlerinnen Österreichs Mitbegründerin, Schriftführerin, Präsidentin

Biografie

Helene von Krauß studiert Malerei zunächst in Venedig bei Ettore Tito, dann in Wien bei Anton Nowak. Sie gehört zu den Gründerinnen der Vereinigung bildender Künstlerinnen Österreichs, deren Präsidentin sie jahrelang ist. Sie malt Landschaften und Porträts, macht aber auch Kostümentwürfe und Holzschnitte. 1932 erhält sie den Ehrenpreis der Stadt Wien.

Sie wendet sich dem Nationalsozialismus zu - das zeigen von ihr illustrierte Huldigungsbücher an Adolf Hitler: 1939 publiziert sie "Des Führers Jugendstätten", das mehrere Neuauflagen erfährt, 1940 "Wir danken unserem Führer!".

Österreichisches biographisches Lexikon

Helga Hofmann-Weinberger

Lexikon

Lexikon der Frau

Krauss, Helene, Baronin von, österr. Malerin, *Wien 16.3.1876. Die Stadt Wien erwarb von ihr "Alt-Wiener Hof"

biografiA

Krauss Helene Freiin von; Malerin
Geb. Wien, 16. 3. 1870
Gest. Millstatt, Kärnten, 16. 7. 1950
Herkunft, Verwandtschaften: Großvater Karl Frh. v. Krauss, Staatsmann (1789 –1881); Cousin Franz Frh. v. Krauss, Architekt (1865–1942).
Ausbildungen: Studium der Malerei in Venedig bei E. Tito und in Wien bei A. Novak.
Laufbahn: Mitbegründerin, Präsidentin und später Schriftführerin der 1910 gegründeten Vereinigung Bildender Künstlerinnen Österreichs (VBKÖ). Beteiligte sich auch regelmäßig an den Ausstellungen der VBKÖ. Mitgliedschaft und Beteiligung an Ausstellungen auch während der Umbenennung der VBKÖ in „Vereinigung Bildender Künstlerinnen der Reichsgaue der Ostmark im Großdeutschen Reich“ und während der Reorganisation der VBKÖ nach dem Zweiten Weltkrieg.
Ausz., Mitglsch.: 1932 Preis der Stadt Wien.
W.: Porträts (Erzherzog Josef Ferdinand u. a.), Landschaften (Gewitterstimmung), Alt-Wiener Studien (Dominikanerbastei, Schönlaterngasse), Kostümentwürfe, Holzschnitte. Ihre Werke befinden sich u. a. in der Sammlung des Museums der Stadt Wien sowie in privaten Sammlungen.
Publikationen: „„Wir danken unserem Führer“ (1940), „Des Führers Jugendstätten“ (1939)

Megan Brandow-Fuller

Wer ist wer

Krauss, Helene, Freiin v., akad. Malerin, ehem. Präs. d. Ver. bild. Künstlerinnen Oe. L: * Wien, 16. 3. 1875; Akad. Venedig, Atelier Prof. Anton Novak Sezession Wien; Gründerin u. ehem. Präs., jetzt Schriftführerin d. Ver. bild. Künstlerinnen Oe., Präs. d. Ver. Künstlerheim Ollersbach; Mitgl. d. Zentralverb. bild. Künstler Oe. (...) V: Karl, Sekt. Chef im Min. d. Äußern; M: Anna, geb. Freiin v. Mayer. - Wien, I., Adlergasse 8

Österreichisches biographisches Lexikon

Krauß Helene Freiin von, Malerin. * Wien, 16. 3. 1870; + Millstatt (Kärnten), 16. 7. 1950. Enkelin des Staatsmannes Karl Frh. v. K., Cousine des Architekten Franz Frh. v. K.; stud. in Venedig bei E. Tito und in Wien bei A. Novak. Eine der Gründerinnen (1910) der Vereinigung bildender Künstlerinnen in Wien, war sie mehrere Jahre Präs. dann Schriftführerin der Vereinigung und beschickte sehr häufig deren Ausst. 1932 wurde sie mit dem Preis der Stadt Wien ausgezeichnet.

Publikationen

Krauß, Helene: Die Vereinigung bildender Künstlerinnen Österreichs - In: Die Österreicherin / hrsg. vom Bund österreichischer Frauenvereine. Für die Schriftleitung verantw.: Eugenie Palitschek; ab 1932,8: Marianne Hönig; ab 1932,9: Ernestine Fürth , Nr. 4 , 1930 , 8-9
Online Zugriff / ÖNB 609120-C.Neu-Per

Quellen und Sekundärliteratur

Frauenstreben und Frauenwirken [Ehrenpreis der Stadt Wien an Helene Krauß] - In: Die Österreicherin / hrsg. vom Bund österreichischer Frauenvereine. Für die Schriftleitung verantw.: Eugenie Palitschek; ab 1932,8: Marianne Hönig; ab 1932,9: Ernestine Fürth , Nr. 10 , 1932 , 5
Online Zugriff / ÖNB 609120-C.Neu-Per