Funktionen und Mitgliedschaften
Biografie
Marie Sponer war die Tochter eines „Lohnfuhrmanns“ in Nordböhmen und musste schon als Kind zum Familieneinkommen beitragen. Der Vater erkrankte an Tuberkulose und verstarb als sie 16 Jahre war. Ab ihrem 13. Lebensjahr arbeitete sie in der Fabrik. Dort wehrte sie sich gegen sexuelle Übergriffe, gegen Lohnkürzungen und Schichtverlängerungen.
Sie schloss sich dem Arbeiterinnen-Bildungsvereins in Reichenberg an und sprach dort erstmals öffentlich. Danach trat sie als Rednerin und Referentin in verschiedensten Versammlungen auf. 1906 wurde eine Freie politische Frauenorganisation in Reichenberg gegründet, wo sie aktiv war; später dann war sie Mitglied im Frauenlandeskomitee von Deutschböhmen. Beides waren Frauenorganisationen der Sozialdemokratie, die zunächst außerhalb der Sozialdemokratischen Partei agierten.
verwendete Literatur und Quellen:
Blatny, Kleinberg: Das Denkmal der unbekannten Proletarierin, 105-106
Die Zweite Deutschböhmische Frauenkonferenz - In: Arbeiterinnen-Zeitung, 19 (1910), Nr. 20, 1-2
Sponer: Aus Nordböhmen - In: Gedenkbuch 20 Jahre österreichische Arbeiterinnenbewegung, 140-145