Funktionen und Mitgliedschaften
Biografie
Marie Kerndlinger wurde nicht einmal 50 Jahre alt. Wenig ist über sie bekannt.
Sie war die Tochter eines mährischen Webers und begann schon als Mädchen in der Tabakfabrik in Sternberg in Böhmen zu arbeiten. 1899, als sie 17 Jahre war, wirkte sie an der gewerkschaftlichen Organisation der ArbeiterInnen in Sternberg mit. 1908 wechselte sie von dort in die Tabakfabrik in Wien Ottakring. Sie war dort als Gewerkschaftsfunktionärin und später Betriebsrätin aktiv.
Zeitlebens blieb sie eine zentrale Person in der gewerkschaftlichen Organisation der TabakarbeiterInnen. Ab 1928 wurde sie auch als Delegierte ihrer Gewerkschaft in die Frauensektion der freien Gewerkschaften Österreichs entsandt. Für das „Handbuch der Frauenarbeit in Österreich", das 1930 von Käthe Leichter herausgeben wurde, verfasste sie das Kapitel „Die Tabakarbeiterin“.
verwendete Literatur und Quellen:
Dem Gedenken der Gewerkschafterin Marie Kerndlinger-Kunda - In: Frauenarbeit, 9 (1931), Nr. 17, 702
Marie Kerndlinger gestorben - In: Arbeiterzeitung, Nr. 226, 18. August 1931, 4
Lexikoneinträge
biografiA
Kerndlinger Marie; Gewerkschafterin
Geb. 1882
Gest. 1931
Laufbahn: M. K. arbeitete ab ihrem 17. Lebensjahr in der Tabakindustrie und war Mitglied der Gewerkschaft. Später engagierte sie sich als Mitglied der Frauenabteilung der freien Gewerkschaft und setzte sich für die Gesetze zur Festlegung von Alimentationszahlungen ein. Sie war Abgeordnete der Kammer für Arbeiter und Angestellte.
Ausgewählte Publikationen
Quellen und Sekundärliteratur
Material in Archiven und Sammlungen
- Pressestimmen - In: WBR/TBA, Dokumentation, TP-025001